Sabot gerettet!

Liebe Freund*innen, liebe Supporter*innen,
seit gestern Abend haben wir es geschafft: Das Sabot ist nicht mehr akut durch das Finanzamt gefährdet! Wir haben es dank eurer unglaublichen Unterstützung geschafft, dass wir im Fall aller Fälle unsere Steuerschuld begleichen können!

Vielen Dank von uns – dem Verein und dem Vorstand – an alle Spender*innen, Trinker*innen und Veranstalter*innen, die uns hier geholfen haben! Wir sind immer noch überwältigt davon, wie schnell der nötige Support und die Solidarität auf die Beine gestellt wird, wenn es hart auf hart kommt. Gut zu wissen, dass man Freund*innen hat!

Zu sagen bleibt, dass wir immer mal wieder finanziell vor Problemen stehen, aufgrund von unaufschiebbaren Renovierungen, Technikdefekten, (und hoffentlich bald nicht mehr) dem Fiskus und vielem mehr. Der Spendenbecher bleibt weiter auf der Theke und wenn ihr eine sinnvolle Spendenmöglichkeit für eure Milionen sucht, ist eine Spende natürlich immer willkommen. Auch Sachspenden, die uns bei unserer kulturellen Arbeit unterstützen, sind herzlich willkommen – hier aber bitte mit uns Rücksprache halten (zum Beispiel Geschirr einfach auf die Treppe stellen ist ungünstig, im Dunkeln benimmt sich unser Team dann leider all zu oft wie der Elefant im Porzellanladen).
Auch danken wir der/dem Spender*in der elektrischen Heckenschere, die vor zwei Wochen vor unserer Tür stand – irgendeine Verwendung für diese werden wir auch noch finden ;o). Gern gesehen sind immer Geschirrspenden (bitte immer kurz eine Übergabe absprechen), Technikspenden und natürlich finanzielle Unterstützung – auch durch eine Fördermitgliedschaft im Kulturverein Sabot e.V. .

So, jetzt geben wir erst einmal dem Finanzamt Kontra und hoffen, dass wir Linksroom und so das Cafe Klatsch durch die Spendenüberreste doch noch unterstützen können!

Wir wünschen euch und euren Freund*innen und Familien geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch – doch bevor wir euch in den Jahresendspurt entlassen: Weihnachtspogo am 23.12.2015 – da trinken wir nochmal zusammen, bevor auch wir das Jahr 2015 2015 sein lassen!
Euch nur das Beste!

Steuernachzahlung bedroht Sabot!

Mal wieder richten wir uns mit schweren Worten und kritischem Wasserlevel an euch, unsere Freund*innen, Förder*innen und Supporter*innen oder einfach nur Stammweizentrinker*innen.
 
Wir schwafeln jetzt nicht lange um den Pudding, sondern kommen direkt raus mit dem Mist.
 
Leider schimpft das Finanzamt an unserer Steuererklärung 2013 rum und meint noch Steuern zu bekommen, da sie jetzt plötzlich Belege sehen wollen, die sie die Jahre zuvor nicht sehen wollten.
Da gegen Verwaltungsbescheide, die Zahlungen des Bürgers an den Staat regeln, zwar auch Einspruch eingelegt werden kann, aber die sogenannte aufschiebende Wirkung regelmäßig entfällt, müssen wir bis zum 07.01.2015 über 2000,00 Euro auftreiben, auch wenn wir Einspruch erheben. Wir werden zwar alle unsere rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, doch es sieht schlecht aus. Wir hoffen trotzdem die Summe möglichst klein zu machen.
 
Eigentlich wollten wir den gesamten Dezember über Cuba Libre für das Café Klatsch verkaufen, um denen einen Teil der Gebühren für den Notar abzunehmen, und auch ein, zwei Veranstaltungen für das Klatsch fahren. Das ist uns jetzt natürlich leider nicht mehr möglich, wir müssen jetzt die Kohle für uns nehmen und hoffen auf eure Unterstützung. Wir haben es letztes Jahr geschafft, private Finanzierungen zurück zu zahlen und das Sabot durch das Kapital des Vereins zu tragen. Jetzt herrscht hier natürlich eine gewisse Niedergeschlagenheit, dass dies nicht funktioniert hat.
 
Unsere Bitte an euch: kommt rum, jetzt mehr denn je – trinkt die Soli-Getränke, feiert mit uns, haut den Spendenbecher auf der Theke voll! Wenn ihr weitere kreative Ideen habt, wie wir noch Geld auftreiben könnten, wären wir euch natürlich auch sehr dankbar. Wenn das nicht klappt, können wir im Januar Insolvenz anmelden und die kleine Bar im Keller fällt aus dem Wiesbadener Kulturhimmel.
 
Außerdem suchen wir nach wie vor Menschen, die Bock haben, in unserem Verein aktiv zu werden, Thekenschichten zu machen, heimzuwerkeln, Konzerte zu machen und alles andere, das in einem Kulturverein so anfällt, zu tun. Ihr wisst schon….
 
Und wenn wir es tatsächlich schaffen die Steuernachzahlung klein zu bekommen, werden wir jeglichen Überschuss aus Euren Spenden an das Cafe Klatsch spenden!
 
Also Schluss jetzt – Portemonnaie zücken und das Sabot erhalten!

Das Sabot – Nicht nur eine Kneipe, sondern eine Idee, die nicht sterben darf

Seit 2011 betreiben wir nun als Kulturverein Sabot e.V. die gleichnamige Kneipe. Dieser kleine Keller in der Zimmermannstraße dient vielen als zweites Wohnzimmer. Hier habt ihr all die geilen Shows gesehen: Red Alert, Charge 69, Stage Bottles, Yacopsae, Sham 69, Montesas, Jungle Tigers, Rekkiabilly und viele mehr haben in diesen wenigen Quadratmetern zwischen Bühne und Theke schon das Gemäuer zum Schwitzen gebracht.

Einst angetreten um das Crossover der Subkulturen zu schaffen – zwar offen für alles, aber immer straight unkommerziell – haben wir so manchen schweren Brocken aus dem Weg räumen müssen. Dabei waren wir immer zu 100% unabhängig und haben uns nie zugunsten irgendwelcher Subventionen angebiedert.

So haben wir die Subkultur in Wiesbaden sicher nicht revolutioniert, aber sicher unseren individuellen Stempel hinterlassen. Innerhalb der Stadt, der Musikszene und vor allem den Besuchern gibt es – und das können wir mit Stolz sagen – das typische Sabot-Publikum.

Nun befinden wir uns fast im 5. Jahr und uns geht langsam die Puste aus. Viele Dinge sind es, die uns alle viel Kraft kosten. Einige der tragenden Leute des Sabots haben mittlerweile andere Schwerpunkte in ihrem Leben. Andere fühlen sich an einem Punkt, wo sie gerne die Zügel aus der Hand geben möchten. Aber der Laden lebt nur dann weiter, wenn ihr, also die Leute, die glauben, dass die Idee, das Konzept des Mitmach-Ladens weiterleben soll, auch mitmachen möchtet. Ihr müsst euch einbringen und Konzerte, Partys und all diese Dinge im Sabot mitveranstalten. All das, was wir für euch Woche für Woche auf die Beine stellen, kann nicht mehr nur von wenigen Schultern getragen werden.

Wir stehen an einem Punkt, an dem wir euch brauchen, denn sonst wird es das Sabot nicht mehr geben. Denn sonst werden wir das Sabot zum 31.3 2015 schließen müssen. Nicht, weil das Sabot nicht laufen würde oder der finanzielle Druck zu hoch wäre, sondern weil wir nicht genug Support und Leute gefunden haben, die uns unterstützen. Wir, die derzeitige Sabot-Crew, wollen aber nicht einfach aufhören, sondern auch den 5. Geburtstag feiern. Dafür brauchen wir aber euch!

Also, noch ist es nicht zu spät: Schreibt uns einfach, kommt vorbei und macht mit in der coolsten Kneipe der Stadt. Eine Kneipe, in der ihr Programmdirektor seid und die euch jetzt mehr braucht als je zuvor.

Diskriminierung ist Scheiße!!!

Wir, die Mitglieder des Kneipenkollektivs Sabot, haben in der Vergangenheit immer wieder feststellen müssen, dass es auch in unserer Kneipe hin und wieder Leute gibt die durch Verhalten, Sprüche und Symbolik andere diskriminieren und auch nach Gesprächen nicht bereit sind ihr Verhalten zu ändern.


Wir können niemanden vorschreiben, was er/sie zu denken hat, aber wir nehmen uns das Recht selbst zu bestimmen mit wem wir in dieser Kneipe feiern und mit wem nicht. Dabei gibt es für uns in der grundsätzlichen Ablehnung Menschenverachtender Positionen, seien sie nun rassistisch, sexuell oder homophob, keinen Diskussionsspielraum. Wir lassen uns weder von selbsternannten Szenepolizist**innen noch von reaktionären Betonköpfen vorschreiben was wir gut oder schlecht zu finden bzw. zu tolerieren haben. Sicher gibt es nicht immer nur zwei Meinungen und wir wollen auch nicht alles auf die Goldwaage legen, aber aus gegebenem Anlass hier nochmal ein Grundsatz, der in letzter Zeit immer wieder für Zündstoff sorgte:

Wir dulden im Sabot weder irgendeine Form von Nazisprüchen noch ihre Symbolik und das gilt auch für scheinbar “unpolitische Bands” wie Frei! Wild, Krawallbrüder oder Böhse Onkelz.

“Wer mit Nazis säuft, wird auch wie einer behandelt.”

Wir werden in jedem Fall von unserem Hausrecht Gebrauch machen, wenn durch ein Gespräch keine Einsicht in diesem Punkt zu erreichen ist. Das ist für uns kein Dogmatismus oder Gesinnungspolitik, sondern logische Konsequenz unseres antifaschistischen und subkulturellen Verständnisses.

Das Sabot ist ein Teil eines Versuches für alle Interessierten in einer netten Atmosphäre zu quatschen, feiern und Musik zu hören, im Interesse aller werden diese Grundsätze im Sabot niemals verhandelbar sein!

1,5 Jahre Kulturkneipe Sabot – We need your Support !

Die Kneipe, der Verein

Am Anfang stand die Idee eines völlig bunt gemischten Vereins, der eine Kneipe betreibt, in dem jeder sich einbringen und das Programm aktiv mitgestalten kann. Es sollte etwas einzigartiges geschaffen werden, was es in der Form in Mainz und Wiesbaden nicht gibt. Gruppen sollten sich treffen und zusammen Veranstaltungen und Parties organisieren und durchführen können, die sie sonst aus Mangel an Platz oder Geld nicht realisieren könnten. Im Februar 2011 war es dann durch den Einsatz und die Hilfe von vielen soweit und die Kneipe mit dem Namen „Sabot“ lief gut an.

Nirgends in Wiesbaden war das Programm so bunt gemischt; vom kreativen DIY-Abend über die Skatekneipe, Musikkonzerte und Lesungen bis zu einem Cocktailabend bot das Sabot eine große Fülle an Veranstaltungen. Aber wie es oft bei durch Ehrenamtliche gestütze Projekte der Fall ist, nahm der Wille und die Beteiligung der Menschen an diesem einzigartigen Projekt schnell ab, sodass nur noch einige wenige nun Woche für Woche das Sabot für Euch aufmachen und am Laufen halten.

Nachdem seit langem auch die letzten Differenzen über die inhaltliche Ausrichtung der Kneipe ausgeräumt sind, hat sich das Sabot als Kneipenprojekt verstanden, in dessen Selbstverständnis es keinen Raum für Diskriminierung jeglicher Art gibt. Gerade deswegen soll das Sabot auch in Zukunft ein Ort der Begegnung sein, ein Ort der Diskussion, aber auch und in erster Linie ein Ort zum Feiern, Konzerte Geniessen oder einfach nur zum Chillen.

We need your Power

Das Sabot erhält keine Unterstützung irgendwelcher Träger, sondern finanziert sich völlig selbst. Alle, die dort mithelfen, Theke machen, putzen und aufräumen, machen das komplett ehrenamtlich. Das hat dafür gesorgt, dass das Sabot sich völlig frei entwickeln konnte, wir einfach das taten, was wir wollten und wir niemandem außer uns selbst Rechenschaft ablegen mussten.

Neben dem Ordnungsamt und den hohen Stromkosten sorgt nun aber auch die Gema für zusätzlichen Ärger, denn obwohl im Sabot fast ausschließlich Konzerte und Veranstaltungen mit Gema-freien Künstlern stattfinden, rückt sie uns mit Aufforderungen zu Nachweisen und unnötigen Bürokratieaufwand auf die Pelle um nicht vielleicht doch noch den letzten Cent aus uns herauszuquetschen. Hinzu kommt, dass es bei dem anscheinend zu verwöhnten Publikum in Wiesbaden nicht immer leicht ist, dieses hinter dem Ofen vorzulocken. Aber auf dieses Publikum sind wir dringend angewiesen, denn irgendwann wird der Punkt erreicht sein, an dem der Aufwand in keiner Relation mehr zur Wirtschaftlichkeit steht und wir nur noch Geld reinstecken. Und da wir aber die Preise auch möglichst gering halten wollen und Wiesbaden und Mainz weiterhin ein buntes und engagiertes Programm bieten möchten, brauchen wir EUCH, die zum Konzert kommen, Partys und Kneipenabende besuchen, das eine oder andere Getränk genießen und damit das Sabot unterstützen.

Create your own Partyzone

Natürlich wissen wir nicht immer, worauf ihr gerade abfahrt. Vieles würdet Ihr sicher anders machen. Auch das soll kein Thema sein. Wir laden Euch ein, Euch selbst Partykonzepte zu überlegen, uns zu schicken oder selbst im Sabot zu verwirklichen und aktiv mitzumachen. Teilt eure Erfahrung, Begeisterung und Engagement und trefft neue Leute. Auch könnt Ihr eure Privatparty zu sehr günstigen Konditionen im Sabot veranstalten oder eure Lieblingsband / Lieblings-Djane/DJ ins Sabot holen. Auf unserem monatlichen Treffen kann man solche Veranstaltungen vorschlagen, besprechen und planen. Solltet ihr mal keine Zeit haben, können wir auch gerne andere Termine ausmachen und eure Ideen und Wünsche besprechen.

Wir wollen mit euch noch lange im Sabot feiern, euch Raum für eure Veranstaltungen bieten und für euch die coolste Kneipe in Wiesbaden sein, die mehr will als nur euer Geld. Wir hoffen, ihr unterstützt uns dabei, damit wir alle nicht erst wenn das Sabot geschlossen ist, merken, was dieses Kneipenprojekt ist, nämlich…

…die coolste Kneipe der Stadt !!!

Solidarität mit den Menschen in der Oberen Austrasse in Mainz

Seit mehreren Wochen halten Menschen die Obere Austrasse 7 in Mainz besetzt.

Diese Besetzung ist die logische Konsequenz der immer weiter fortschreitenden Gentrifizierung der Stadt Mainz aber auch Wiesbaden, in deren Innenstädten es keinen Wohnraum mehr für sozial Schwache oder Menschen mit geringen Einkommen gibt. Dasselbe gilt auch für Kunst und Kultur. Kein Ort an dem freie Kunst,politische Bildung, wachsen kann. Das Projekt der Oberen Austrasse ist ein solcher Ort, der auch Künstlern ohne finanzielle Interessen einen Raum gibt, Gruppen und Einzelpersonen jenseits der kommerziellen Verwertbarkeit Möglichkeiten für inhaltsstarke und kreative Programme ermöglicht und darüber hinaus Wohnraum für ein paar Dutzend Menschen schafft. Angesichts millionenschwerer Bauprojekte am Winterhafen, Privatisierung des KUZ in Mainz, der bevorstehenden Räumung des Haus Mainusch auf dem Unicampus sehen wir die absolute Notwendigkeit eines diskriminierungsfreien und unkommerziellen Zentrums in Mainz.

Die Räumung der Oberen Austrasse, nach jahrelangem Leerstand und entgegen der breiten Unterstützung quer durch alle sozialen und gesellschaftlichen Schichten ist für uns der Offenbarungseid der Stadt Mainz vor ihrer jahrenlang verfehlten Kultur- und Wohnraumpolitik.

 Wir fordern deshalb alle auf, die Menschen in der Oberen Austrasse zu unterstützen, der Räumung nicht tatenlos zuzuschauen und aktiv für ein Soziokulturelles Zentrum zu werden.

 Finger weg von besetzten Häusern,
egal ob IVI, MAINUSCH oder andere- Für Besetzungen überall!!!

Das Team der Kulturkneipe Sabot e.V.